CORONA: Wir passen auf

Jetzt ist es wirklich überall angekommen: Die nächsten Monate werden mal sicher anders als unser bisheriges Leben verlaufen. Es wird weiterhin Einschränkungen geben und wir alle werden einige neue Kulturtechniken lernen und erstmal beibehalten müssen. Idealerweise nicht typisch österreichisch nur “a bisserl” sondern recht diszipliniert. Aber was sollten wir in Zukunft beachten, damit auch wieder mehr Bewegungsfreiheit im öffentlichen Raum möglich ist und damit auch unser Wohlstand gerettet werden kann?

Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes

Warum schreibe ich nicht Maske? Nun weil es einen großen Unterschied zwischen den verschiedenen Produkten gibt die man sich ins Gesicht schnallen kann:

Zertifizierte Schutzmasken FFP1, FFP2 und FFP3

Diese speziellen Schutzmasken decken Mund und Nase komplett (bei richtiger Anwendung luftdicht) ab und haben einen extra Luftfilter verbaut, welcher auch Viren herausfiltern kann. Das heißt, diese Masken schützen den Träger vor Eindringen des Viruses über die Atemluft und die Umwelt des Trägers vor Verbreitung des Virus in Form von kleinen Tröpfchen beim ausatmen. Das Klingt ja super! Eigentlich sollten doch alle solche Masken tragen um sich zu schützen, oder? Das ist so nicht ganz richtig, denn es gibt da etwas, was in Österreich kaum jemand kannte: Mangel! Es gibt nicht mal genügend solcher Masken für Personen aus Hochrisikogruppen (Stichwort Gesundheitspersonal, das derzeit als extrem schützenswerte Gruppe gilt), daher sollten wir alle nicht noch dafür sorgen, dass wir durch Egoismus unser Gesundheitssystem sabotieren! Also sollten wir statt FFP-Masken einen Mund-Nasen-Schutz verwenden!

Mund-Nasen-Schutz

Der Mund-Nasen-Schutz ist im groben gesagt etwas, was beim Ausatmen die feinen Wassertröpfchen einfangen soll und damit bei infizierten Personen verhindern soll, dass diese über die Atemluft beim Ausatmen Ihre Viren in der Umgebung verteilen. Damit schützt man sich selbst zwar nicht vor einer Infektion, aber alle anderen, falls man unwissentlich infiziert ist. Es geht also darum uns als Gemeinschaft zu schützen. Denn wenn keiner infizierte Atemluft verbreitet, braucht auch keiner eine Maske die Infizierte Atemluft herausfiltert. So einfach ist das!

Im Sinne der Nachhaltigkeit und der Entlastung unseres Staatshaushaltes (der Einweg-Mund-Nasen-Schutz muss ja von uns auf die ein oder andere Art bezahlt werden) wäre es also nur sinnvoll selbst für einen Mund-Nasen-Schutz zu sorgen. Die gute Nachricht ist, dass dies ziemlich einfach ist. So ein Schutz ist schon durch einen feinen Schal, ein Halstuch oder Ähnliches verwirklicht. Allerdings sollte man diese nach Gebrauch bei hohen Temperaturen (Kochwäsche) waschen. Daher ist es längerfristig vermutlich vernünftig sich selbst einen Mund-Nasen-Schutz zu basteln oder zu schneidern. Am Besten gleich mehrere, damit man immer einen frischen zur Verfügung hat. Im Internet gibt es sowohl viele Angebot, einen solche Mund-Nasen-Schutz zu kaufen, sich nähen zu lassen oder selbst her zu stellen. Hier zum Beispiel ein Link zu selber machen:

Mundschutz selber nähen: Kostenlose Anleitungen zum Atemschutzmasken nähen

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass generell wenig Erkenntnisse darüber existieren, in wie weit diese Maßnahme eine wirksame Maßnahme sein kann. Hier sind sich auch renommierte Institutionen (siehe Artikel des ORF zu dem Thema: https://orf.at/stories/3160078/) nicht einig. Zumindest die WHO prüft nun doch , ob ein solches Vorgehen nicht auch von Ihr empfohlen werden sollte (https://orf.at/stories/3160275/). Für mich gilt allerdings der Grundsatz, dass die Einschränkung so minimal ist, dass es jedenfalls einen Versuch Wert ist. Und wenn wir damit nur einen einzigen Österreicher retten können! Immerhin könnte es ja gerade ein von uns geliebter Mensch sein, der gerettet wird.

Mindestens 1 Meter Abstand halten

Ob es jetzt ein Meter, eineinhalb Meter oder zwei Meter sein sollen ist eigentlich egal. Der Grundtenor ist: Halte Abstand! Eigentlich gebietet es schon die Höflichkeit nicht auf anderen Personen zu “picken”, aber zur Zeit ist es ein allgemeines Gebot und sollte überall ein gehalten werden, wenn ich mit Menschen zusammen komme, mit denen ich nicht sowieso in einer Wohnung oder Haus auf engstem Raum lebe.

Physische Kontakte auf ein Minimum beschränken

Wer keine Menschen persönlich trifft, kann das Virus nicht verbreiten. So einfach ist die Formel. Wer wenige Menschen trifft und damit einen geringen sozialen Austausch pflegt wird im Fall der Fälle auch weniger Menschen infizieren können.

Gefährdete Personen beschützen und unterstützen

Nebst eher offensichtlich persönlich höher gefährdeten Personengruppen, die auf Grund Ihres Alters einem höheren Risiko ausgesetzt sind, gibt es noch die Gruppe von Personen, die auf Grund von bestimmten Vorerkrankungen gefährdet sind. Gefährdung bedeutet hier, dass die Wahrscheinlichkeit an einer Corona-Infektion zu sterben deutlich höher ist. All jene kann man besonders untersützen in dem man Ihnen einerseits Notwendigkeiten erspart, bei denen sie in die Öffentlichkeit müssen (z.B.: Einkaufen im Supermarkt, Das Holen von Medikamenten,…) und aber auch in dem man mit solchen Personen, besonders Alleinstehenden, Kontakt aufnimmt und Ihnen damit die Zeit alleine zu Hause etwas verkürzt. Gerade jetzt vor Ostern haben sich schon Initiativen gebildet, Menschen die in Langzeitbetreuungseinrichtungen untergebracht sind und keinen Beuch empfangen dürfen, Ostergrüße zu schicken.

In diesem Sinne: Frohe Ostern und viel Spass beim Mund-Nasen-Schutz-Basteln! 😉